Die Gutachten

Nachdem in der Bürgerversammlung 2019 die Klosterbergfreunde Statements mit ihren Bedenken gegen eine Bebauung des Klosterbergs dargelegt haben, kündigte der Oberbürgermeister noch in dieser Versammlung Gutachten an, die die genannten Probleme Wasser (Versickerung), Luft (Frischluftzufuhr) und Verkehr untersuchen sollten (s. Beschluss der CSU).

Im Stadtrat wurde ebenfalls darüber diskutiert und der Bauausschuss beauftragte die Gutachten einschließlich eines gesetzlich vorgeschriebenen Naturschutzgutachtens.

Nach einiger Zeit fragten Naturschützer nach (s. Schreiben an die Stadt) und erhielten eine Antwort, die die beauftragte Fragestellung des jeweiligen Gutachtens sowie die erbetenen Zwischenergebnisse nicht beinhaltete; und statt des angekündigten Verkehrsgutachtens wurde auf vorhandene Verkehrsmessungen verwiesen. (s. Antwort).

Untersuchungen zu den Gutachten erfolgten (s. Ankündigung). Aufsehen erregte das Bodengutachten, denn hierfür wurde mit einem großen Bagger gearbeitet und das kann die Ergebnisse des Naturschutzgutachtens durchaus verändern. Das wäre deshalb von ausschlaggebender Bedeutung, weil nur das Naturschutzgutachten rechtlich in der Lage ist, ggfs. eine Nicht-Bebauung zu erzwingen (s. Baggern am Klosterberg).

Ein Bündnis aus drei Büros stellte in seiner Untersuchung zum „klimagerechten Städtebau“ fest, dass der kühlende Luftstrom aus der Stadtau bis in den sommerlichen Hitze-Hotspot Altstadt reicht. Die Wichtigkeit stadtnaher Erholungsgebiete (wie Wiesenhänge) wurde hier unter dem Gesichtspunkt der Klimaerhitzung ebenfalls betont, während dicht besiedelte Hänge (Krankenhausberg, Stadtau) weitere Hitzehotspots seien.

Weitere Informationen dazu:
Wie funktioniert ein Gutachten? – Analyse
Die richtigen Schlüsse ziehen (LB)
Das Trotzen der Falken – Bericht
Baggerschürfen am Klosterberg – Bericht
Baggerschürfen am Klosterberg – Stellungnahme der Stadt
Schürfgruben hätten kleiner sein können – Bericht
Ist das Ergebnis vorweggenommen? (LB)
Am Klosterberg entscheidet sich, ob es der Stadt ernst ist mit dem Klimaschutz (LB)

siehe auch: Biodiversität

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Foto: Renate Franzel