Die Gutachten

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Nachdem in der Bürgerversammlung 2019 die Klosterbergfreunde Statements mit ihren Bedenken gegen eine Bebauung des Klosterbergs dargelegt haben, kündigte der Oberbürgermeister noch in dieser Versammlung Gutachten an, die die genannten Probleme Wasser (Versickerung), Luft (Frischluftzufuhr) und Verkehr untersuchen sollten (s. Beschluss der CSU). – Das geschah NICHT auf Wunsch der Bebauungsgegner.

Im Stadtrat wurde ebenfalls darüber diskutiert und der Bauausschuss beauftragte die Gutachten einschließlich eines gesetzlich vorgeschriebenen Naturschutzgutachtens.

Nach einiger Zeit fragten Naturschützer nach (s. Schreiben an die Stadt) und erhielten eine Antwort, die die beauftragte Fragestellung des jeweiligen Gutachtens sowie die erbetenen Zwischenergebnisse nicht beinhaltete; und statt des angekündigten Verkehrsgutachtens wurde auf vorhandene Verkehrsmessungen verwiesen. (s. Antwort).

Untersuchungen zu den Gutachten erfolgten (s. Ankündigung). Aufsehen erregte das Bodengutachten, denn hierfür wurde mit einem großen Bagger gearbeitet und das kann die Ergebnisse des Naturschutzgutachtens durchaus verändern. Das wäre deshalb von ausschlaggebender Bedeutung, weil nur das Naturschutzgutachten rechtlich in der Lage ist, ggfs. eine Nicht-Bebauung zu erzwingen (s. Baggern am Klosterberg).

Ein Bündnis aus drei Büros stellte  in seiner Untersuchung zum „klimagerechten Städtebau“ fest (2022), dass der kühlende Luftstrom aus der Stadtau bis in den sommerlichen Hitze-Hotspot Altstadt reicht. Die Wichtigkeit stadtnaher Erholungsgebiete (wie Wiesenhänge) wurde hier unter dem Gesichtspunkt der Klimaerhitzung ebenfalls betont, während dicht besiedelte Hänge (Krankenhausberg, Stadtau) weitere Hitzehotspots seien.

In der Stadtratssitzung am 26.9.2022 wurden die Ergebnisse der von der Stadt beauftragten Gutachten vorgestellt:

Sie beziehen sich ausschließlich auf den Klosterberg, vor allem auf die Fläche eines der potenziellen Baugebiete, stellen aber keine Verbindung her zur Umgebung des Klosterbergs und deren Dynamiken. Sie erwecken damit den Anschein, dass einer Bebauung nichts im Wege steht,  obwohl sie in keiner Weise die frühere Einschätzung des Stadtrats widerlegen können, dass der Klosterberg von Bedeutung sei für die Frischluftzufuhr in die Innenstadt und für den Hochwasserschutz der Stadtau, denn derartige Zusammenhänge zu untersuchen, war nicht beauftragt.  (s. Gutachten sagen zu wenig aus)

Weitere Informationen dazu:
Wie funktioniert ein Gutachten? – Analyse
Gutachten sagen zu wenig aus (LB)
Die richtigen Schlüsse ziehen (LB)
Das Trotzen der Falken – Bericht
Baggerschürfen am Klosterberg – Bericht
Baggerschürfen am Klosterberg – Stellungnahme der Stadt
Schürfgruben hätten kleiner sein können – Bericht
Ist das Ergebnis vorweggenommen? (LB)
Am Klosterberg entscheidet sich, ob es der Stadt ernst ist mit dem Klimaschutz (LB)
Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 152 „Am Klosterberg“ (Gutachten)

siehe auch: Biodiversität

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Foto: Renate Franz