Kein Bedarf für eine Klosterbergbebauung!
Die Einwohnerzahl Deggendorfs setzt sich aus vier Gruppierungen zusammen:
- der dauerhaft hier lebenden Bevölkerung – ihre Zahl sinkt,
- den Studenten, die nicht pendeln können, sondern ihren Hauptwohnsitz in DEG anmelden müssen – ihre Zahl steigt,
- seit 2022 den ukrainischen Geflüchteten – ihre Zahl steigt,
- Karteileichen derjenigen nicht-europäischen Studenten, die sich bei ihrem Weggang nicht abgemeldet haben – ihre Zahl steigt.
Die Einwohnerzahl Deggendorfs wächst, wenn man die Studenten, die Karteileichen und die ukrainischen Geflüchteten dazuzählt.
(s. Wohnbaubedarf )
Die Einwohnerzahl Deggendorfs wird vom Zensus 2022 massiv nach unten korrigiert (-1609 Personen) und schrumpft hinsichtlich der dauerhaft hier lebenden Bevölkerung (o. Stud., o. UA). (s. Wohnbaubedarf)
Am Klosterberg sollen Wohnungen für die dauerhafte Bevölkerung gebaut werden (nicht für Studenten).
Doch es gibt bereits mehr Wohnungen, als benötigt werden!
Fazit::
(1)
Neubauten dienen oft nicht nicht zum „Wohnen“, sondern zur Kapitalanlage für institutionelle Investoren der Immobilien- und Finanzbranche sowie zum Profit der Verkäufer. (s. wirtschaftliche Aspekte)
(2)
Auch am Klosterberg würden wieder eine Menge unnötiger teurer Eigentumswohnungen entstehen.
Dabei hat Deggendorf bereits einen erheblichen Wohnungsleerstand aufgrund der Baupolitik, die eine sagenhafte Produktion von Geschossbauten mit teuren, für viele nicht leistbaren Eigentumswohnungen überall im Stadtgebiet bewirkt (vgl. Immobilienmarktanalyse )
(3)
Falls Sozialwohnungen am Klosterberg überhaupt finanzierbar wären – sie sind es nicht, sagte der OB in der Bürgerversammlung 2025 – würden es lediglich (für einige Jahre!) einkommensorientiert geförderte „Teilzeitsozialwohnungen“ sein. (s. In der Not frisst der Teufel Fliegen; . geförderter versus sozialer Wohnungsbau ; Was ist sozialer Wohnungsbau?)
Wollte die Stadt bezahlbaren Wohnraum in der Stadt haben, wäre eine Baupolitik nötig, die Altbauten erhält (s. für den Erhalt von Altbauwohnungen). Zudem müsste sie sog. geförderte (Sozial)Wohnungen bei JEDEM Neubauprojekt (Geschosswohnungsbau) zur Bedingung machen (s. Wirklich notwendig?) und selber echte (Vollzeit)Sozialwohnungen bauen, die auf DAUER kostengünstig zur Verfügung stehen. (s. Keine Pseudo-Sozialwohnungen)
Es wäre ein Bevölkerungswachstum von über 18 % in dieser Dekade nötig, um allein die vorhandenen plus die bereits bekannten geplanten Neubauten zu füllen!
… und das Überangebot würde mit der Klosterbergbebauung noch mehr wachsen!
Weitere Informationen:
Wohnbaubedarf und Klosterberg – Analyse
Immobilienmarktanalyse – Analyse
Wirklich notwendig? (LB)
Auf jede Bebauung verzichten (LB)
Werden diese Wohnungen benötigt? (LB)
Braucht es diese Flächen wirklich? (LB)
Wächst Deggendorf? (LB)
Für wen wird in Deggendorf eigentlich gebaut? (LB)
Dem Bauboom folgen viele Verlierer (LB)
Argumente für den Bauboom hinterfragen (LB)
https://www.statistik.bayern.de/mam/statistik/gebiet_bevoelkerung/demographischer_wandel/demographische_profile/09271.pdf
