Kein Bedarf für eine Klosterbergbebauung!

  1. Die Stadt ermittelt ihren Wohnbauflächenbedarf mit einer Berechnungsmethode des Landesamts für Umwelt.
    Vergleicht den von ihr im Antrag (2016) prognostizierten Bedarf mit dem in 2024 bereits Erreichten, stellt sich heraus, dass der von der Stadt in ihrer Begründung angegebene Bedarf bereits übererfüllt ist und zwar ganz ohne Klosterbergbebauung.

  2. Würde man nach derselben Methode mit jüngeren Zahlen rechnen, nämlich mit denen, die sich aus der amtlichen Statistik (Zensus) 2022 ergeben, und somit eine aktuellere Berechnung als die von 2016 anstellen, würde der Wohnbaubedarf sogar noch geringer ausfallen und wäre ebenfalls 2024 bereits mehr als erfüllt. – Der Klosterberg wäre dann noch weniger eine erforderliche Baulandoption.

  3. Zudem ist zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum das Gelände des Klosterbergs ungeeignet, wie selbst der OB aufgrund der Wirtschaftlichkeitsprüfung der Stadtbau GmbH schreibt. Auch dafür wird er folglich nicht benötigt.

  4. Die sinkende Einwohnerzahl trägt zusätzlich dazu bei, dass sich eine Klosterbergbebauung auch langfristig erübrigt.


Die Einwohnerzahl Deggendorfs wächst, wenn man die Studenten, die Karteileichen und die ukrainischen Geflüchteten dazuzählt.
 
 (s. Wohnbaubedarf und Klosterberg)

Die Einwohnerzahl Deggendorfs wird vom Zensus 2022 massiv nach unten korrigiert (-1609 Personen) und schrumpft leicht  hinsichtlich der dauerhaft hier lebenden Bevölkerung (o. Stud., o. UA) (s. Wohnbaubedarf und Klosterberg

Details:

(1)
Auch am Klosterberg würden  wieder eine Menge unnötiger teurer Eigentumswohnungen entstehen.  
Dabei hat Deggendorf bereits einen erheblichen Wohnungsleerstand (lt. Zensus 4,73 %) aufgrund der Baupolitik, die eine sagenhafte Produktion von Geschossbauten mit teuren, für viele nicht leistbaren Eigentumswohnungen überall im Stadtgebiet bewirkt (vgl.  Immobilienmarktanalyse )

(2)
Falls Sozialwohnungen am Klosterberg überhaupt finanzierbar wären – sie sind es nicht, sagte der OB in der Bürgerversammlung 2025 – würden es lediglich  (für einige Jahre!) einkommensorientiert geförderte „Teilzeitsozialwohnungen“ sein.  (s. In der Not frisst der Teufel Fliegen; . geförderter versus sozialer Wohnungsbau ; Was ist sozialer Wohnungsbau?)
Wollte die Stadt bezahlbaren Wohnraum in der Stadt haben, wäre eine Baupolitik nötig, die Altbauten erhält (s. für den Erhalt von Altbauwohnungen). Zudem müsste sie sog. geförderte (Sozial)Wohnungen bei JEDEM Neubauprojekt (Geschosswohnungsbau) zur Bedingung machen (s. Wirklich notwendig?)  und selber echte (Vollzeit)Sozialwohnungen bauen, die auf DAUER kostengünstig zur Verfügung stehen. (s. Keine Pseudo-Sozialwohnungen)

(3)
Neubauten dienen somit nicht der Sicherung des ExistenzbedürfnissesWohnen“ der Deggendorfer Bürger, sondern dem Profit der Verkäufer von Immobilien und der Geld-Anlagemöglichkeit für (hoffentlich redliche) Vermögende und institutionelle Investoren. (s. wirtschaftliche Aspekte

Es wäre ein Bevölkerungswachstum von über 18 % in dieser Dekade nötig, um allein die vorhandenen plus die bereits bekannten geplanten Neubauten zu füllen!
… und das Überangebot würde mit der Klosterbergbebauung noch mehr wachsen!

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